Schwäbisch-alemannische Fasnet

Als Schwäbisch-alemannische Fasnet wird das Brauchtum der Fastnacht im südwestdeutschen Raum
und der Nordschweiz bezeichnet. Die typische schwäbisch-alemannische Fasnet grenzt sich vom
rheinischen Karneval und vom Fasching ab, mit denen sie nur wenig gemein hat.

Richtig etabliert hat sich die schwäbisch-alemannische Fasnet allerdings erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts
und löste die Modeerscheinung des Karnevals, wie man ihn aus dem Rheinland kennt, ab.
Daher stößt man an den einem oder anderen Ort noch auf einige Bräuche, die näher am Karneval
liegen. Charakteristisch für die schwäbisch-alemannische Fasnet ist die Maskerade der Teilnehmer.
Die Masken nennt man im alemannischen Sprachraum "Larven" oder auch "Schemmen".
Sie werden meist aus Holz, in Einzelfällen aber auch aus Stoff, Papier, Ton oder Draht hergestellt.
Die Kostümträger, sie heißen in Süddeutschland Hästräger, wechseln ihre Verkleidung (Häs) nicht
von Jahr zu Jahr, sondern behalten sie immer bei und vererben sie von Generation zu Generation.

 

 

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Die meisten Hästräger gehören einer zunft an, die wiederum in so genannten Narrenvereinigungen
organisiert sind. Größere Narrenvereinigungen im deutschen Südwesten sind der Alemannischer
Narrenring, die Breisgauer Narrenzunft, die Fasnetlandschaft Schwarzwald, die Narrenvereinigung Hegau-Bodensee , die Schwarzwälder Narrenvereinigung, die Vereinigung freier Oberschwäbischer
Narrenzünfte, der Verband Oberrheinischer Narrenzünfte und die Vereinigung
schwabisch-alemannischer Narrenzünfte. Wer sich auch außerhalb der 5. Jahreszeit für das typisch
süddeutsche Brauchtum interessiert, kann das ganze Jahr über eines der verschiedenen
Fasnetmuseen besuchen. Größere Museen gibt es z.B. in Bonndorf, Bad Dürrheim, Freiburg,
Kenzingen und Schloss Langenstein im Hegau.

Narren

Das Wort Narr steht normalerweise im Alltag für Tor,
Tölpel, Trampel, Kindskopf, Simpel, Tollpatsch, Dummkopf oder Spaßvogel. Doch im deutschen
Südwesten hat der Narr noch eine ganz andere Bedeutung. Dort sind Narren mit einem Häs und einer
Maske verkleidete Figuren im Rahmen der Schwäbisch-alemannischen Fasnet.
Sie treten heute in zahlreichen verschiedenen Versionen auf. Auf der Baar östlich des Schwarzwalds sind so genannte
Weißnarren üblich.

Zu den ältesten derartigen Fastnachtsfiguren zählt der Narro aus Villingen oder der
Hansel aus Donaueschingen. Der Biß aus Rottweil sowie dessen Gegenstück Gschell haben eine
ebenso lange Tradition. Die Weißnarren sind meist männlich. Frauen treten an ihrer Seite oft mit der
örtlichen Tracht auf. Das Häs von Weißnarren besteht aus einem weißen Stoff, das mit verschieden
kultischen Motiven bemalt oder bestickt ist.

Im Bodenseeraum gibt es eine andere Form der Maskierung.
Das Überlinger Hänsele – dessen erste schriftliche Erwähnung im Rahmen der Überlinger Fasnacht in
einem Ratsprotokoll auf das Jahr 1430 zurückgeht – ist mit einer Stoffmaske bedeckt. Verglichen mit der
barocken Eleganz der Weißnarren aus er Baar sehen Blätzle-, Spättle- oder Flecklenarren manchmal
etwas mysteriös aus, da ihr Häs aus alten herunterhängenden Stoffresten eher einer Verschleierung ähnelt.

 


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Im Schwarzwald, am Hoch- und Oberrhein dominieren wieder Holzlarven (Holzmasken), abgesehen von
ein paar wenigen ausnahmen. In Merdingen am Tuniberg gibt es die sogenannten Rußhexen, die ein
schwarz bemaltes Gesicht haben.

Typisch für alle Narren sind die mitgeführten Spaß oder
Brauchtumsgegenstände, von der Streckschere über die Saublodere bis Glocken, Handwerkszeug
oder Pritsche. Alemannische Narrenring

Der Alemannische Narrenring e.V. ist der Zusammenschluss
von närrischen Gruppierungen aus dem süddeutschen Raum, von Oberkochen im Norden bis
Trübbach in der Schweiz im Süden,. Sie alle möchten die fasnachtlichen und heimatlichen Bräuche pflegt.

Auf der Fastnacht wird auch meist eine Menge an Bier und auch Whiskey Sorten getrunken.

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